3. Großsteingräber bei Steinloge, Varnhorn und Thölstedt
für Interessierte:
ein wenig wissenschaftlicher
Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte
man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
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14. Mühlensteine Varnhorn (976) |
15. Schmeersteine Varnhorn (977) |
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16. Großsteingrab Thölstedt (953) |
17. Visbeker Braut (952) |
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| zerstörtes Großsteingrab "sechs Berge" | zerstörtes Großsteingrab "Stutensteine" | |
(die 900er Nummern hinter den Gräbern geben die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach E. Sprockhoff wieder) |
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14. Varnhorner Mühlensteine, nördlich von Varnhorn (++),
Sprockhoff-Nr. 976 (in meiner
Übersichtskarte die Nr.14) Zu den Mühlensteinen gibt es
noch folgende nette Geschichte:
Position: Garmin: N 52° 52,393’, E 8° 19,596’ |
15. Varnhorner Schmeersteine, nordöstlich von Varnhorn (++), Sprockhoff-Nr. 977 (in meiner Übersichtskarte die Nr.15) Der Namen dieses Großsteingrabes
beruht auf der uralten Annahme, hier wären früher Gottesopfer
gebracht worden. Warum man hier allerdings ausgerechnet Butter und
Schmalz (Schmeer) opfern sollte, bleibt mir unklar. Zumal ich auch keine sog. "Näpfchen" oder "Schälchen" in den Findlingen erkennen kann, die für solche Opfer hätten genutzt werden können.
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Ein hübsches, kleines
Grab, das mal wieder schwer zu finden ist: Position: Garmin: N 52° 52,731’, E 8° 19,775’
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Etwa 100 m nordöstlich von den Schmeersteinen liegt ein riesiger Grabhügel im Wald. Entweder handelt es sich dabei um einen länglichen Hügel oder um einen runden, der von der Seite früher abgetragen wurde. Es wäre gewiss interessant zu prüfen, ob sich in diesem Hügel noch ein Großsteingrab befindet, oder ob es ein bronzezeitlicher Grabhügel ist. |
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Nordöstlich von Varnhorn, im Gebiet "bei den sechs Bergen", sind in der Karte von 1900 "Hünensteine" und in der topographischen Karte von 1997 ein Gebiet mit mehreren Hügelgrabsymbolen eingetragen. Heute ist dieses Gebiet von einer Obstplantage bedeckt, bzw. der Wald wurde gerodet und es liegt noch ein einsamer Findling dort (Fotos unten von Okt. 2006). 1921 wird dort ein Großsteingrab „bei den sechs Bergen“ erwähnt. Das Grab ist restlos zerstört. Es sei lediglich eine Sandkuhle erhalten, die überwuchert sei und in einer Schonung liege. Die Kuhle soll etwa 15 x 10 m gemessen haben; woraus man eine drei- bis vierjochige Kammer abgeleitet hat. Position ca.: 52° 52,552’ N, 8° 18,430’ O. Ein weiteres Großsteingrab, von dem mir nicht einmal der Name bekannt ist, soll sich im Wald nördlich des Feldweges zwischen Mühlen- und Schmeersteinen befunden haben. Es war 1971 entdeckt worden, wobei einige Trägersteine noch gestanden haben sollen. Selent gibt eine ungefähre Position an: 52° 52,597' N, 8° 19,447' O. Ich habe den Wald dort abgesucht und nichts mehr finden können. Dabei ist immer zu berücksichtigen, dass in unserem Gebiet nach dem Sturm 1972 umfangreiche Aufräumarbeiten im Wald stattgefunden haben. Entsprechende Erdwälle mit Findlingen sind in diesem Gebiet vorzufinden. |
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Direkt an der Straße, die von der Visbeker
Braut nach Thölstedt führt, liegt ca. 1km südlich
der Aue-Brücke auf der linken Seite das Großsteingrab
"Große Steine". Die 10,5 x 2 m große Kammer
ist noch teilweise im Hügels verborgen. Die vier Decksteine
liegen frei, zwei davon sind zerbrochen. Ich gehe davon aus, dass
zwei weitere Decksteine fehlen. 7 Tragsteine sind zu erkennen. Ursprünglich
müssen es wohl 7 Joche gewesen sein. 1896 werden 16 Steine erwähnt. Postion: Garmin: N 52° 52,888’, E 8° 20,212’ |
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In der Wiese, hinter dem kleinen Waldstreifen direkt
gegenüber vom Großsteingrab liegt ein riesiger, flacher
Findling und 7 m weiter schaut ein weiterer Stein aus der Erde.
Ob hier schon einmal gegraben wurde? Zahlreiche bekannte Großsteingräber
waren ja komplett mit Erde bedeckt, und nur die Decksteine waren
zu sehen. |
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17. Visbeker Braut, nahe der Autobahnabfahrt Wildehausen-West (+++), Sprockhoff-Nr. 952, (in meiner Übersichtskarte die Nr.17)
Von den Ahlhorner Kellersteinen aus
kann man dem 4 km langen Brautweg weiter in anderthalb Stunden bis
zur Visbeker Braut folgen. Der Weg ist sehr schön und wurde
2007 auf weiten Strecken mit einem neuen Belag versehen, Der Weg
hin und zurück ist aber auch sehr lang, und die Braut ist viel
leichter zu erreichen:
Die Visbeker Braut ist wie der Bräutigam ein mächtiges Hünenbett mit langer, rechteckiger Einfassung und mit 82 x 7 m nur unwesentlich kleiner als der Bräutigam. Auch die Braut ist in etwa in Ost/West-Richtung ausgerichtet, und auch hier ist die am westlichen Ende liegende, 5,5 x 1,5 m große Grabkammer noch im Erdhügel eingebettet (Foto oben links). Von ihr ist nur noch ein Deckstein vorhanden, der im Grab liegt; ansonsten habe ich an der Braut 97 Findlinge gezählt, wobei ich einen bei Sprockhoff registrierten Stein (in der Skizze rechts "weiß mit ?") nicht finden konnte. Evtl. ist er zu tief im Boden verborgen. Die sog. "Wächtersteine" liegen bei der Braut am Westende (Fotos oben und ganz unten). Sie sind besonders imposant und bilden eine 9 m lange und ca. 3 m hohe "Wand". Auf alten Fotos aus der Zeit von 1900 bis ca. 1920 ist noch einer der beiden mittleren Wächtersteine umgestürzt; er wurde also später wieder aufgerichtet. Es gibt auch eine These, dass es sich bei den beiden äußeren Kolossen um die Decksteine der Grabkammer handeln soll, die man nach 1827 dort aufgerichtet hat, um den Gesamteindruck des Grabes zu verbessern. Dafür spricht z.B. der auf dem Foto links schräg stehende flache Stein, der dort völlig unpassend am Einfassungstein lehnt und die Tatsache, dass die äußeren Wächter eindeutig über die Breite des Hünenbettes hinausragen. Die Grabkammer im Südwesten ist nur relativ klein.
Leider sind bei der Braut eine Vielzahl
der Steine entlang des Hünenbettes umgefallen (Foto links), wodurch
der Gesamteindruck der Steinsetzung leidet. Die umgefallenen Steine
sind in der Skizze oben mit "u" gekennzeichnet.
Braut und Bräutigam - Mondwarten? Wenn man Kartenmaterial der letzten Jahre betrachtete, so lag die Braut immer eindeutig auf Großenkneter Gebiet. In der neuesten Gemeindekarte wurde die Grenze nach Westen verschoben; jetzt gehört die Braut zu Wildeshausen Ein Foto von 1984 ist auf der historischen Seite abgebildet. Eine Kurzfassung der
Legende der Visbeker Braut wurde bereits beim Visbeker Bräutigam präsentiert. |
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Großsteingräber
bei (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker |