6. Großsteingräber zwischen Ahlhorn und Huntlosen
für Interessierte:
ein wenig wissenschaftlicher
Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte
man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
22. Großsteingrab Bakenhus (932) |
23. Großsteingrab Huntlosen (931) |
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zerstörtes Großsteingrab Hosüne / Heidkamp |
zerstörtes Großsteingrab Schattregen |
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zerstörtes Großsteingrab Steenhoff |
zerstörtes Großsteingrab an Döhler Straße |
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zerstörtes Großsteingrab Höfte |
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(die 900er Nummern hinter den Gräbern geben die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach E. Sprockhoff wieder) |
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In Literatur und Internet sucht man
z.Z. vergeblich nach Informationen über das Grab, obwohl es
bereits bei Sprockhoff erwähnt wird. Es ist offenbar ein "vergessenes
Grab", denn das Großsteingrab war bis vor wenigen Jahren
noch fast vollständig in der Erde verborgen. Nur die Spitzen
einiger Decksteine ragten aus dem Boden, und viele Einheimische
wußten überhaupt nicht, dass das Grab existierte. Dabei
ist das Gabes eigentlich ganz eindeutig von dem typischen Erdwall
umgeben, mit dem die Herzogliche Kammer zu Oldenburg nach 1820 alle
Großsteingräber umgab. Aber auch diese Geschichte des
Grabes ist uneinheitlich. In einer ersten Auflistung der Denkmäler
des Amtes Wildeshausen von 1819 wird es nicht erwähnt. 1875
wird das Grundstük mit dem Großsteingrab für 150
Mark vom Herzogtum Oldenburg erworben, um es unter Schutz zu stellen,
und kommt somit in der Auflistung der Denkmäler des Staates
Oldenburg von 1893 vor.
Ursprünglich war das Grab vermutlich auf der gesamten Länge mit Decksteinen versehen. Dann müßten das mehr als 10 Stück gewesen sein. (Eine andere sehr lange, noch mit Decksteinen versehene Kammer sind die Reckumer Steine 2). links der Blick von Westen im Februar 2007, rechts die Sprengbohrung Die Koordinaten des Grabes sind N 52° 55,663’, E 08° 14,651’ (Garmin),
bzw. 52° 55’ 40,20“ N, 8° 14’ 38,63“ O
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Wenn man übrigens schon einmal in Großenkneten
ist, sollte man auch das Hügelgräberfeld Hespenbusch besuchen.
24. Großsteingrab Huntlosen = Wittenhöge, "Riesenbett", westlichlich von Huntlosen (+), Sprockhoff-Nr. 931 (in meiner Karte die Nr. 24) Direkt westlich des Hügelgrabes
23 führt wieder ein Weg in den Wald hinein, und nach ca. 20
m liegt rechts das ehemalige Großsteingrab. (siehe Skizze
unten rechts) |
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Lage: Garmin: 52° 58,989 N, 8° 14,134 E, 1977, nach dem Jahrhundertsturm, lag das Grab auf freiem Feld. |
Das Foto rechts unten zeigt den Zustand des Grabes im Sommer 2006, als man die von Bewuchs überwucherten Steine kaum wahrnehmen konnte. Die Fotos links wurden im März 2007 gemacht. Ohne Bewuchs sind zwar alle Steine zu erkennen, aber wie ein "echtes" Großsteingrab sieht die Ruine trotzdem nicht aus.
Die Steine liegen heute noch so, wie Sprockhoff sie 1930 kartiert hat. Etwas
abseits liegen zwei weitere Steine (Foto links unten), von
denen man nicht weiß, ob sie zu diesem oder evtl. zu einem
anderen, zerstörten Grab gehörten. Ein weiterer Findling
liegt ca. 50 m südlich. Im Sommer 2009 fand im Großsteingrab eine "neuzeitliche Nachbestattung" statt (siehe Foto unten). Auch wenn man hier außerhalb des eigentlichen Grabes tätig geworden war, so sind derartige Aktivitäten dennoch streng verboten! Es bleibt abzuwarten, ob die Denkmalschutzbehörde Strafanzeige gegen Unbekannt erheben wird. Direkt südlich vom Großsteingrab liegt im Feld ein Hügelgrab aus der Bronzezeit (H 20), das früher einmal von einer hübschen Baumgruppe bestanden war, vor kurzem aber abgeholzt wurde. |
Im Hegeler
Wald westlich von Huntlosen liegt ein weiterer großer Findling,
von dem ich einige Zeit vermutet hatte, dass er zu einem Großsteingrab
gehört haben könnte. Ich habe bisher aber keine schlüssige
Beweise oder Literaturstellen dafür finden können. Man
fährt von Hengstlage Richtung Huntlosen bis kurz vor Beginn
des Waldes eine kleine Straße nach rechts Richtung Döhlen
abgeht. Der folgt man bis zur Erdgasstation HgN Z9 und folgt dort
den links in den Wald führenden Pfad ca. 1 km. Rechts neben
dem Pfad liegt der Findling. |
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Ein weiteres Steingrab lag im Garten Döhler Str.
15 im Norden Großenknetens, es wurde 1935 zerstört. Ein
großer Stein wurde auf dem Fliegerhorst Alexanderfeld (Oldenburg)
als Gedenkstein für Gefallene verwendet. Ich habe mit den heutigen
Besitzern des Gartens gesprochen, ihnen war von einem Großsteingrab
nichts mehr bekannt. Das Großsteingrab
Höft oder Höfte, ein Kammergrab in Großenkneten; an der Hageler
Straße 3 war bereits vor 1896 zerstört worden. Die Steine sollen
für die Großenkneter Kirche verwendet worden sein. Dieses
Grab wird auch als "Grab auf dem Langenthun-Esch" bezeichnet.
Das in alten Karten markierte Gebiet ist heute Ackerfläche
. Am Rande des Ackers liegt ein Gebüsch, an dessen östlichem
Ende vier größere Findlinge und mehrere kleine Steine
liegen. U.U. könnten Sie Reste des Grabes sein, sie können
aber genauso gut vom Acker stammen. Erstaunlich ist, dass die Lage
des Grabes in den Unterlagen tief unten am Hang und nicht oben auf
einem deutlichen Geländerücken verzeichnet wurde. |
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Großsteingräber
bei (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben,(+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker |