13. Großsteingräber und Hügelgräber südlich der Wildeshauser Geest - Damme (Landkreis Vechta)
für Interessierte:
ein wenig wissenschaftlicher
Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte
man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
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59. Großsteingrab Hünenkampsteine 1 (978) |
60. Großsteingrab Hünenkampsteine 2 (979) |
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61. Großsteingrab am Stappenberg (980) |
62. Großsteingrab am Hülsenberg, zerstört |
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Großsteingräber vor dem Steinberge, zerstört |
Großsteingrab am Bökenberg, zerstört |
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Großsteingrab im Fuhrenkamp, zerstört |
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(die 900er Nummern hinter den Gräbern geben die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach E. Sprockhoff wieder) |
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59. Großsteingrab Hünenkamp-Steine 1, südwestlich von Damme (+++), Sprockhoff-Nr. 978
Man findet das Grab, wenn man von
Damme auf der L 846 nach Südwesten nach Vörden fährt.
Kurz hinter dem Ortsende erreicht man den Friedhof und die Abzweigung
nach Ösenbeck. An der linken Seite dieser Straße, kurz
hinter der Kreuzung, führt ein Waldweg zum Großsteingrab. |
60. Großsteingrab Hünenkamp-Steine 2 = "in den Ottenkämpen", südwestlich von Damme (-), Sprockhoff-Nr. 979
Dieses Großsteingrab liegt vermutlich als einziges
in Deutschland auf einem Friedhof. Leider ist es vollständig in einem
dichten Brombeergebüsch verborgen, so dass ich erst im Frühjahr 2010 eine
Bestandsaufnahme machen konnte. Man sieht noch einige Deck- und Tragsteine und am Ostende Reste
des Hügels mit der Mulde, aus der Steine entfernt worden sein müssen
(Skizze und Foto unten).
Laut Sprockhoff war die Grabanlage wohl einmal fast 30 m lang, die heutigen
Reste sind noch 19 m lang und ca. 1,6 m breit. Die Kammer war wohl immer in
den Boden eingetieft.
Foto links: Das Grab im Sommer, wegend es dichten Bewuchses sind nur wenige Steine zu sehen.
Im dritten Decksteine von Westen befindet sich eine natürliche Vertiefung, die in vorigen
Jahrhunderten als Blutrinne für Opfertiere gedeutet wurde.
Als der Friedhof, der 1976 eingeweiht wurde, in Planung war, fand die letzte
Untersuchung des Grabes statt. Damals zählte man 5 Deck- und 14 Tragsteine.
Der Abschlussstein im Westen ist noch vorhanden, der im Osten fehlt. Ebenso
fehlen alle Reste des Ganges. 2 Umfassungssteine waren noch nachzuweisen.

1998 und 1991 wurden die zuständigen Stellen vom damaligen Bezirksarchäologen aufgefordert,
das Grab von Gebüsch etc. zu befreien. Offenbar ist man dieser Bitte bis
heute nicht nachgekommen, und ich finde es beschämend, dass ein über
5000 Jahre altes Grab auf einem aktiven Friedhof nicht besser gepflegt wird.
Foto links: Das Grab im Winter. Unter den vertrockneten Brombeerranken deuten sich imposante Decksteine an.

Der leicht angedeutete Hügel mit Vertiefung und einigen verbliebenen Steinen südlich von der Friedhofskapelle
Die Skizze unten zeigt die Steine heute im Vergleich zum Befund durch Sprockhoff. Auch wenn ich nicht gegraben habe, bin ich mir ziemlich sicher, das die rot markierten Steine heute nicht mehr vorhanden sind, es sei denn, sie sind im Boden verborgen. Zum Stein mit dem Fragezeichen kann ich keine Aussage machen; er ist zumindest nicht zu sehen.
Auch dieses Grab wird in einigen Quellen als Hünengrab Neuenwalde bezeichnet.

Der
Weg zum Grab mit GoogleMaps.
Position: Garmin: N 52° 30,547', E 8° 9,960'; Google Earth: 52° 30’ 25,88” N, 8° 09’ 34,19” O
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61. Großsteingrab am Stappenberg, 4 km nordnordöstlich von Damme (++), Sprockhoff-Nr. 980
Das Grab liegt im Dammer Fuhrenkamp
südlich des Stappenberges, und man erreicht es wenn man etwa
auf halber Strecke zwischen Damme und Steinfeld von der L 846 nach
rechts in die Eichenallee einbiegt, und dieser ca. einen halben
km folgt. zerstörte Großsteingräber "vor dem Steinberge", westlich von Haverbeck |
62. Großsteingrab Hülseberg, nordwestlich von Damme (-)
Mitten im Wald des Hülseberges liegen
mehrere Findlinge, deren gestreckte Anordnung darauf hinweist, dass es sich
um eine Großsteingrab gehandelt haben könnte. Bei Sprockhoff wird
das Grab nicht erwähnt, und ich habe auch sonst noch keine Literaturhinweise
gefunden.

Das Grab liegt so versteckt, dass
es nur anhand der u.g. Koordinaten gefunden werden kann. Man erreicht es am
besten, wenn man von der K 276, die von Damme nach Neunkirchen führt, unmittelbar
am Abzweig nach Handorf den Feldweg nach Süden nimmt.
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps.
Position: Garmin: N 52° 31,482', E 8° 7,919'; Google Earth: 52°
31’ 29,77 ” N, 8° 07’ 54,14” O
zerstörtes Großsteingrab im Fuhrenkamp, nördlich von Damme
In Damme Nienhausen, im Dammer Fuhrenkamp, östlich der Straße L 846 von Damme nach Steinfeld, soll auch einmal ein Großsteingrab gelegen haben. Da es eine genaue Ortsangabe gibt, habe ich dort gesucht, aber keine Reste mehr gefunden.
Der Weg zum Platz des ehemaligen Grabes mit GoogleMaps.
Position: Garmin: N 52° 33,400', E 8° 12,952' O'
zerstörtes Großsteingrab Bökenberg, südöstlich von Steinfeld
Der Bökenberg oder Böker-Berg liegt ca. 2 km südöstlich der Ortschaft Steinfeld, dort sollen viele große Steine gelegen haben, die 1819 für ein Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den Sieg bei Leipzig auf dem Gipfel verwendet wurden. Der große Stein des Kriegerdenkmals soll aus dem "Hexenbusch" stammen und wurde "Riesenfaust" oder "Riesenfuß" genannt. Ich habe die Gegend abgesucht, aber keinerlei Hinweise auf ein ehemaliges Großsteingrab mehr finden können.
Der Weg zum Platz des ehemaligen Grabes mit GoogleMaps.
Position: Garmin: N 52° 34,475', E 8° 14,362' O'
Ansonsten soll es bei Damme und Steinfeld noch die folgenden Großsteingräber gegeben haben:
- Damme, zwischen Greven und Hinnenkamp, heute nicht mehr vorhanden.
- Damme Ossenbeck, nicht mehr vorhanden. Es soll 43 m lang gewesen sein und
vor ca. 200 Jahren sollen noch 42 Steine vorhanden gewesen sein.
- Damme Sierhausen, gegenüber der Schule in Sierhausen, soll um 1874 noch
erhalten gewesen sein.
- in Steinfeld Lehmden gibt es noch den Flurnamen „Hünenstein“, ein Megalithgrab
ist dort aber nicht mehr vorhanden.
Großsteingräber
in der Wildeshauser Geest (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben,(+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker |