erratische und nicht erratische Findlinge in der Wildeshauser Geest
Bewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte
man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
Für die Lagepläne wurden Karten von www.earth.google.com verwendet.
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Karpetstein, bei Großenkneten, in Bissel, (+) (in meiner Übersichtskarte
die Nr. 58)
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Der Stein „König Och“ ist ein großer Granitfindling an der
Straße von Ahlhorn nach Sage, kurz vor Regente.
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falsches
Steingrab südöstlich
von Steinloge (+) Zwischen der Autobahnabfahrt
Wildeshausen West und Schnittger's Höhe geht von der B 213
den Varnhorner Weg ab. Man fährt diesen kurz nach Süden,
bis links der erste Fahrweg abgeht. Dort gegenüber folgt man
dem Waldweg nach Westen bis ein geschotterter Waldweg quert. Auf
diesem einige Meter nach Norden liegen links 8 große Findlinge
aufgetürmt, dass man denken könnte, es sei ein Grab -
es ist aber definitiv keines!
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Wenn man
von der Braut aus dem Brautweg ca. 5 Minuten nach Westen, Süden
und wieder nach Westen folgt, liegen rechts im Wald drei Findlinge
auf einer kleinen Lichtung. Sie wurden bei Aufräumarbeiten
nach dem großen Sturm "Quimburga" 1972 (s.o.) dort abgelegt, der mittlere
trug füher eine Inschrift, die an den großen Sturm erinnerte,
und die heute nicht mehr zu erkennen ist.
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Riesenfindling Stripenstein Steinloge, nordwestlich des Campingplatzes, (+) (in meiner Übersichtskarte Nr. 61)
Direkt am Feldrand
nordwestlich vom Campingplatz "Bürgerpark" neben dem Restaurant
"Visbeker Braut" liegt der größte Findling im Oldenburger
Land. In älterer Literatur finden sich für ihn die Namen Stripenstein oder Trippenstein. 1896 war er 7,3 x 4,4 x 1,2 m groß.
Er hat ursprünglich mitten im Feld "beim Ellernbroke" gelegen und wurde vor mehreren
Jahren an den Feldrand umgelagert. Diesen Transport hat er leider nicht unbeschadet
überstanden und er besteht heute aus vielen Bruchstücken. Reste von
Bohrlöchern zeugen auch von zahlreichen Versuchen, den Stein durch Sprengungen
kleiner zu machen, was z.T. auch gelungen ist.
Der größte Brocken ist aber auch heute noch sehenswert, und man muss
sich nur vor Augen halten, dass diese Kolosse während der Eiszeiten vom
Eis von Norwegen in unsere Gegend transportiert worden sind.
In der Literatur habe ich folgende Daten gefunden: 6 x 7,3 x 2 m, 78 Tonnen,
wobei ich vermute, dass sich diese Maße auf den ursprünglichen, unzerbrochenen Findling
beziehen.


Findling Schnitgers Höhe, östlich von Ahlhorn (-)
Direkt neben dem Gasthaus
Schnitgers Höhe, zwischen Ahlhorn und dem Autobahnanschluss Wildeshausen
West liegt ebenfalls ein sehr großer Findling.

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Findlinge südlich von Schnitgers Höhe (-) Neben
der Einfahrt zur Biogasanlage Schnitgers Höhe führt eine
ehemalige Allee links am Feld vorbei nach Süden. Im südlichen
Teil kurz vor der Autobahn stehen noch sehr schöne Bäume.
Nach ca. 500 m liegen links 2 Findlinge, bei denen es sich vermutlich
um Reste des Aufräumens nach dem großen Sturm von 1972
handelt.
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Findling bei Großenkneten-Hagel, westlich der Hageler Höhe (-)
Der oben rechts dargestellte, schöne
Brocken liegt als Naturdenkmal am Rand eines Feldes ca. 100m westlich der Hageler
Höhe.

Findling
in Sandhatten, mitten im
Ort, (-), (in meiner Übersichtskarte Nr. 60)
In Sandhatten hat man im Ortszentrum
auf einer kleinen Wiese einen riesigen Granit-Findling mit einer Informationstafel
ausgestellt (+ auf der Karte in Sandhatten).
Dieser Tafel ist zu entnehmen, dass der Findling
(wie viele andere seiner Art) während der Saale-Eiszeit vor 235.000 bis
125.000 Jahren aus einer Gegend zwischen dem östlichen Mittelschweden und
Westfinnland zu uns transportiert worden ist. Das Granitgestein selbst ist natürlich
viel, viel älter.
Der Findling wurde 1996 bei Bauarbeiten ausgebuddelt,
hat 10,2 m Umfang und ist 22 Tonnen schwer.
Wenn so ein Findling ganz alleine in der Landschaft herumliegt, spricht man
von sog. "solitären" oder "erratischen" Findlingen.

Darüber hinaus gibt es eigentlich in jedem Ort goße Findlinge, die solitär als Gedenksteine oder in mehr oder weniger großer Menge als Kriegerdenkmäler, Grundstückseinfriedungen, Gebäudefundamente etc. dienen, und die nicht alle hier erwähnt werden können.