14. Großsteingräber und Hügelgräber im Landkreis Cloppenburg - Lindern
für Interessierte:
ein wenig wissenschaftlicher
Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte
man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
63. Teufelssteine, Bischofsbrück (959) |
64. Schlingsteine, Lindern (961) |
65. Hünensteine, Lindern (962) |
66. Der hohe Stein, Lindern (963) |
67. Am hohen Stein, Lindern (964) |
80. Plingenberger Steine, Vrees (821) |
(die 900er Nummern hinter den Gräbern geben
die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach
E. Sprockhoff wieder) |
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Foto links: Blick in die Grabkammer der Teufelssteine Das Großsteingrab Bischofsbrück 2 (960)lag 300 m ostsüdöstlich der Teufelssteine und ist heute nicht mehr vorhanden. Die Kammer soll 8 x 3 m groß gewesen sein. 1900 sollen noch alle Träger und 1929 noch 3 Steine vorhanden gewesen sein. Die Klocksteine, ein Großsteingrab bei Augustendorf, wurden 1840 verkauft und für den Bau des Hafenkais von Leer verwendet. Sie haben ihren Namen von dem Umstand, dass ein locker liegender Deckstein beim Draufschlagen einen Glockenklang von sich gegeben haben soll. Zwei weitere Großsteingräber müssen nahe an Peheim gelegen haben, die Drentsteine (Drennsteine, Dreisteine) und die Weßsteine (Weststeine). Die Drentsteine sollen ein gut erhaltener Keller mit 3 Decksteinen gewesen sein, die 1851 zum Bau der Peheimer Kirche verwendet wurden. |
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Das Grab liegt in einem
kleinen Wäldchen. Man fährt von Lindern nach Vrees. In
Neuenkampen geht nach Links der Fahrweg (Pastorenbusch) zum Großsteingrab
ab, der auch entsprechend ausgeschildert ist. In der Nähe der Schlingsteine wurde im Winter 1961/62 eine Steinkiste bei Sandarbeiten entdeckt. Die 4 x 1,2 m große Kammer befand sich in einem 45 x 25 x 3 m hohen, ovalen Hügel, hatte 6 Trag- und zwei Abschlußsteine und keine Decksteine. Deshalb wurde sie als Steinkiste eingestuft. Es ist aber auch möglich, dass die Decksteine schon in vorigen Jahrhunderten entfernt wurden. Beigaben deuteten auf das Jungneolithikum (ca. 2000 v.Chr.) hin. (Münsterländische
Tageszeitung vom 21.2.1962) Sello schreibt 1893 noch von einem "Heiligen Stuhl", einem Großsteingrab, dessen Reste damals zwischen Osterlindern und Großenging gelegen haben sollen. Es habe noch einen 4 –5 Fuß langen, auf ein Paar kleinere ruhenden Stein gegeben.
Es handelt sich um eine
gut erhaltene, 5,9 x 1,7 m große Steinkammer mit 4 Jochen, wobei
leider 2 Decksteine fehlen. Der größte Deckstein misst 2,5 x 1,6 x 1,5 m. Umfassungssteine sind nicht vorhanden. Auf dem Weg zum Grab liegen zwei weitere Steine im Boden versenkt.
Das Grab weist heute noch die gleichen Steine wie bei der Bestandsaufnahme
durch Sprockhoff 1929 auf.
Stark gestörte
Steinkammer, die auf einer prominenten Sanddüne liegt. Es ist
anzunehmen, dass die Steine ursprünglich völlig mit Sand
bedeckt worden sind. Von der 9,3 x 2,5 m langen Kammer sind noch
9 Träger, 2 Decksteine und 1 Decksteinbruchstück vorhanden.
Der größte Deckstein ist 2,45 x 1,60 x 1 m groß. Zur Bestandsaufnahme durch Sprockhoff hat sich keine Änderung
ergeben.
Man verläßt
Lindern nach Süden, und biegt in Garen in die nach Wachtum
führende Nebenstraße (Hünensteinweg) ein. Etwa auf
halber Strecke ist nach rechts der Weg zu den Gräbern ausgeschildert. 67. Großsteingrab "am hohen Stein", südwestlich von Lindern (+), Sprockhoff-Nr. 964
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80. Großsteingrab "Plingenberger Steine", nördlich von Vrees (-), Sprockhoff-Nr. 821
Dieses Grab liegt nicht im Landkreis
Cloppenburg, sondern im Emsland. Es wird aber an dieser Stelle beschrieben,
weil es am bequemsten gemeinsam mit den Gräbern in der Nähe von Lindern
zu besuchen ist.
In der Umgebung von Vrees muss
es noch vor 150 Jahren mehrere Großsteingräber gegeben haben,
in der in entsprechend alter Literatur berichtet wird. Heute sind nur noch die
Reste der Plingenberger Steine im langen Sand erhalten, die auch als "Blinzenberger
Steine" bezeichnet werden. Ursprünglich war das Grab laut Sprockhoff
10 x 2 m groß. Die heutigen Reste, drei große und 6 kleinere Steine,
machen einen Besuch aber nur wenig empfehlenswert.
Gegenüber der Sprockhoff'schen Bestandsaufnahme 1926 sind drei Steine verschwunden,
ich konnte zwei andere Steine (grün) ausmachen, die bei Sprockhoff nicht
verzeichnet sind.
1895 sollen hier noch 15 Tragsteine gestanden haben!
Man kommt zum Grab, indem man Vrees über den Gehlenberger Weg nach Norden
verläßt.
Position: Garmin: N 52° 54,565’, E 7° 45,653’; Google Earth: 52°
54' 34,20" N, 7° 45' 39,30" O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps
Die anderen sieben Großsteingräber bei Vrees
waren:
- die Burkenhöger Steine = Burkenhüttensteine = Bieschenhüttensteine,
die 6 Steine wurde 1893 für den Bau der Kirche in Vrees genutzt.
- die Hohenwehnsteine = Stehenvensteine wurden ebenfalls in der Kirche verbaut
- Steingrab Findrup im Eleonorenwald wurde 1878/79 zerstört
- die kleinen Palmsteine. Zuerst wurden Steine für die Kapelle in Vrees
und später die letzten Steine für die Kirche verwendet.
- die großen Palmsteine südlich vom Weg nach Bischofsbrück sind
vollständig verschwunden.
- die vordersten Palmsteine waren schon vor 1880 weggeschafft worden
- die Palmsteine sind heute ebenfalls nicht mehr vorhanden.
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Großsteingräber in der Wildeshauser Geest (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben,(+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker |