"platt gemacht" - Grabanlagen, die nicht mehr existieren
(Wildehauser Geest)


In der Literatur finden sich hin und wieder Hinweise auf prähistorische Stätten, die in den letzten hundert Jahren leider dem Pflug oder dem Bedarf nach großen Steinen zum Opfer fielen. Nicht zu unterschätzen war in früheren Zeiten die Einstellung, dass es sich ja "nur um heidnische Totenhügel" gehandelt habe. In der gesamten Gemeinde Großenkneten wurden 1980/81 offiziell 207 Bodendenkmäler registriert; mindestens 67 Gräber waren damals bekannt, die bis 1980 zerstört worden waren.

In der Skizze unten sind alle auf dieser Homepage behandelten, ehemaligen Megalithgräber mit einer Nummer eingezeichnet, die sich auf den Text unten bezieht. Darüber hinaus gibt es zwei mit Fragezeichen markierte Gräber, die in einer Skizze von K. Michaelsen von 1963 verzeichnet waren, und zu denen ich bisher keinerlei Hinweise finden konnte.


die Neunhunderter-Nummern beziehen sich auf die Katalogisierung der Großsteingräber
nach Sprockhoff, die Nummern 1.1, 1.2 usw. beziehen sich auf die unten folgenden Beschreibungen.

Selbst im letzten Jahrzehnt müssen zahlreiche Hügelgräber dem Pflug zum Opfer gefallen sein, denn sie sind in einer topografischen Karte von 1997 noch eingezeichnet; wohingegen heute nichts mehr von ihnen zu sehen ist.
Ich habe Hinweise auf die folgenden zerstörten Großstein- oder Hügelgräber in der Wildeshauser Geest gefunden:

1. zwischen Ahlhorn, Huntlosen und Wildeshausen:

1.1 südlich des Ahlhorner Flughafens
In einer alten Karte von 1900 ist wenige hundert Meter westlich des Großsteingrabes am Bakler Berg
südlich des Schietelberges ein weiteres Großsteingrab verzeichnet. Es soll auch (wie fast alle Gräber der Umgebung) "Kellersteine am Schietelberg" geheißen haben. Im Verlauf des Baus des Luftschiffhafens ab 1915 wurde das Grab unter Aufsicht von Fachleuten abgetragen. Man fand allerdings 1915 nur noch Reste von gespaltenen Steinen vor; d.h. das Grab war schon früher zerstört worden.

1.1a

1.2 Ahlhorner Gewerbegebiet, Kolonie Lethe
1935/36 wurden die Reste des Großsteingrabes "Auf der Falschheide" im Gebiet Lethe-Falschheide westlich von Ahlhorn untersucht. Damals stand nur noch ein Stein, aber aus den Bodenbefunden konnte abgeleitet werden, dass die Kammer einmal 12,7 m lang geesen war. An den beiden Längsseiten müssen 7 bzw. 8 Tragsteine gestanden haben. Die ovale Einfassung soll 19,3 m lang gewesen sein. Es wurden tiefstichverzierte Scherben gefunden.
Und auch dort, wo die Häuser der Kolonie Lethe gebaut wurden, soll es zwei Kammergräber gegeben haben.
In Karten aus den 1990er Jahren sind dort, wo heute das Gewerbegebiet "Ahlhoner Heide" liegt, 2 Hügelgräber eingezeichnet. Heute ist dort alles eingeebnet.

1.3 Ahlhorn Baumweg
Südlich des Urwaldes Baumweg zwischen Ahlhorn und Cloppenburg lag das ca. 20 m lange Gangrab "Im Stockenbusch" in einem ca. 40 x 15 m großen Hügel. Bis auf einen wurden alle Steine entfernt (--> siehe Großsteingräber bei Ahlhorn)

1.4 Ahlhorn Rüspelbusch
Von Alhhorn kommend, geht auf der B 213 unmittelbar vor dem Anstieg zur Schnittgers Höhe nach rechts ein breiter Feldweg ab. Nach knapp 100 m geht rechts ein Feldweg zwischen zwei Nadelbaumschonungen hindurch. Auf beiden Seiten des Weges müssen auf dem Gebiet der Schonungen einmal insgesamt 5 Hügelgräber gelegen haben. Ich habe sie nicht mehr finden können, sie wurdne anscheinend beim Anlegen der Schonungen eingeebnet bzw. überpflügt.

Nordöstlich der Autobahnbrücke zwischen Ahlhorn und Engelmannsbäke wurde ein Hügelgrab bei der Verlegung einer Leitung entlang der Autobahn zerstört.

1.5 Gräber südwestlich der Steinloger Kellersteine
In der o.g. topografischen Karte sind südwestlich der Steinloger Kellersteine in der Verlängerung genau südlich von Schnittgers Höhe, aber noch nördlich der Aue zwei Gräber eingetragen, die ich nicht entdecken konnte. Ich fand lediglich zwei mittelgroße Findlinge, die ca. 20 m auseinanderlagen.

beim Dorf Döhlen
1.6 H. Duhme berichtet, dass im Südosten des Dorfes Döhlen (Schattregen) 1934/35 und 1952 ein Stein- und 4 Hügelgräber für den Ackerbau eingeebnet wurden. 
Das Steingrab muss noch völlig unberührt und in der Erde verborgen gewesen sein
(da, wo links der Pfeil hinzeigt), denn der Deckstein wurde beim Pflügen entdeckt. Dann wurde das ganze Grab ausgegraben und entfernt. Es wurden 1 Deckstein, 4 Tragsteine und je 1 Frontstein gefunden; die Kammer war leer. Es war vermutlich eine Steinkiste.

bei Großenkneten
1.7 Das Steingrab im Garten Döhler Str. 15 im Norden Großenknetens wurde 1935 zerstört. Ein großer Stein wurde auf dem Fliegerhorst Alexanderfeld (Oldenburg) als Gedenkstein für Gefallene verwendet. Ich habe mit den heutigen Besitzern des Gartens gesprochen, ihnen war von einem Großsteingrab nichts mehr bekannt.

1.8 Steingrab Höft, Großenkneten, das Kammergrab an der Hageler Straße 3 wurde bereits 1896 zerstört. Die Steine sollen für die Großenkneter Kirche verwendet worden sein. Dieses Grab wird auch als "Grab auf dem Langenthun-Esch" bezeichnet.

1.9 1934 wurde auf dem Hof "auf den Rieden 3" ein 11x5 m großes Großsteingrab "Steenhoff" freigelegt. Alle Trägersteine und alle Decksteine bis auf einen fehlten bereits, nur die Bodenpflasterung der Kammer war großflächig noch erhalten.

1.10 Östlich des Gräberfeldes Hespenbusch waren noch zwei Hügelgräber nördlich der Straße eingezeichnet. Eines habe ich gefunden, dort wo das andere sein sollte, war plattes Ackerland.

bei Sage
1.30
Direkt nördlich des Dorfes Sage-Haast lag das Großsteinggrab "Neue Kamp", das heute restlos verschwunden ist.

bei Huntlosen
1.11 Unmittelbar südöstlich des noch existierenden Huntloser Großsteingrabes muss es im Feld auf "Wennekamps Eye" (zwischen H19 und H 18 in Skizze unten) noch ein weiteres Steingrab gegeben haben. Es soll 1935/36 beim Graben einer Drainage gefunden und zerstört worden und evtl. eine Steinkiste gewesen sein.
Andererseits habe ich in diesem Gebiet einen langgestreckten Hügel mit einer länglichen Vertiefung gefunden, in dessen Nähe mehrere große Findlinge lagen. Die Vertiefung könnte evtl. von der entfernten Grabkammer herrühren
. Position Garmin: N 52° 58,905’ E 8° 14,313’

1.12 Beim existierenden Huntloser Großsteingrab 931 liegen zwei Tragsteine deutlich abseits. Es ist möglich, dass diese zu einem zerstörten, separaten Grab gehörten.

1.13 Das Steingrab Hosüne wurde beim Bau der Hegeler-Wald-Straße zerstört, ein Tragstein (Foto links) steht noch am Ausgang der Hegeler-Wald-Str. westlich von Huntlosen rechts im Wald (2+ in Skizze unten).

1.14 Das Steingrab Heidkamp (1+ in Skizze unten) lag im Hegeler Wald. Nach dem ersten und dann wieder nach dem zweiten Weltkrieg wurden zwei große und mehrere kleine Findlinge für das Kriegerdenkmal in Sandkrug entnommen. Jetzt soll dort nur noch eine gewaltige Deckplatte liegen, die jedem Abtransport wiederstanden hat. Mir ist nur eine derartige Fundstelle bekannt; ich nehme an, der rechts abgebildete Stein ist der oben genannte.
Eine gleichlautende Geschichte wird übrigens auch vom Grab "Hosüne" erzählt, und ich muss noch prüfen, ob die Gräber evtl. identisch sind.

bei Moorbek
1.15 nordwestlich von Moorbek sind in der Topographischen Karte zwei Hügelgräber eingetragen. Dort liegt jetzt ein Campingplatz.

bei Varnhorn
1.16 westlich von Varnhorn, kurz vor der Twillbäke, findet sich in einer Karte von 1900 der Hinweis aus "Hohe Steine". Im Wald existiert eine ringwallförmige Struktur, die der Rest eines Großsteingrabes sein könnte. Position Google Earth: 52° 51'59,33" N, 8° 17'51,29" O. siehe Großsteingräber bei Varnhorn.

1.16a westlich von den o.g. Hohen Steinen am anderen Ufer der Twillbäke, ca. 1 km südlich von der Forellenfarm Auetal, liegt ein weiterer länglicher Hügel in einem kleinen Gehölz. Bei diesem Hügel handelt es sich um das ausgeräumte Großsteingrab "Reckmühle". Position: Google Earth: 52° 51' 54,14" N, 8° 17' 31,92" O. siehe Großsteingräber bei Varnhorn.

1.17 Etwas östlich der Erdgasstation Varnhorn S liegt, gibt es in der Karte von 1900 den Eintrag "Stutenstein". Es soll dort ein ehemaliges Großsteingrab „Stutensteine“ gegeben haben. Bei Sello wird in der Nähe der Stutensteine noch ein Menhir erwähnt. Ich konnte bisher keinen Hinweis auf den Verbleib des Steines finden. Position: 52° 52,179’ N, 8° 19,106’ O, siehe Großsteingräber bei Varnhorn

1.18 Im Norden Varnhorns führt ein Wegweiser zu einer "Blockstreuung von Findlingen". Diesen Wegweiser findet man aus der anderen Richtung auch in der Nähe der Schmeersteine. Wenn man die besagte Stelle gefunden hat, so liegen am Feldrand 4 kleine Findlinge auf einem Haufen, ein offizielles Schild des des Oberkreisdirektors, das dieses Naturdenkmal unter Schutz stellt, ist halb umgestürzt, und das Ganze wird von einem eisernen Hochstandgerüst gekrönt, das zwischen den Findlingen einbetoniert wurde (Fotos links und rechts von Aug. 2006). Der Besuch ist absolut unbefriedigend.
Position Google Earth: 52° 52'21,54" N, 8° 20'15,63" O

1.19 Nordöstlich von Varnhorn, im Gebiet "bei den sechs Bergen", sind in der Karte von 1900 "Hünensteine" und in der topographischen Karte von 1997 ein Gebiet mit mehreren Hügelgrabsymbolen eingetragen. Heute ist dieses Gebiet von einer Obstplantage bedeckt, bzw. der Wald wurde gerodet und es liegt noch ein einsamer Findling dort ("?" in Skizze oben). (Fotos unten von Okt. 2006).  1921 wird noch ein ehemaliges Großsteingrab „bei den sechs Bergen“ erwähnt. Position: 52° 52,552’ N, 8° 18,430’ O, siehe Großsteingräber bei Varnhorn

1.19a Ebenfalls in Visbek Siedenbögen, Varnhorn, wurden 1971 die Reste eines weiteren, bis dahin unbekannten und zerstörten Großsteingrabes entdeckt. Decksteine waren nicht mehr vorhanden, es konnten aber noch mehrere Trägersteine in situ beobachtet werden. Position: ca. 52° 52,6’ N, 8° 19,4’ O, siehe Großsteingräber bei Varnhorn

bei Thölstedt
1.20 In einem Feld östlich der Großen Steine von Thölstedt in der Holzhauser Heide war in einem Acker ein Hügelgrab verzeichnet, von dem heute nichts mehr zu sehen ist. 

bei Holzhausen
1.21 An der Landstraße nach Holzhausen, genau gegenüber den Holzhauser Kellersteinen, ist im Wald am Straßenrand ein Hügelgrab verzeichnet, das ich nicht mehr finden konnte.
1.22 Ein weiteres Hügelgrab muss einmal ca. 100 m südlich vom Großsteingrab 955 (Holzhausen 2) mitten im Acker gelegen haben. Davon ist nichts mehr zu erkennen.

bei der Stüvenmühle
1.23 Südlich des Gesamtkomplexes des Visbeker Bräutigams führt von Engelmannsbäke die sog. Mühlenstraße (K 245) nach Süden nach Meyerhöfen. Zwischen der eigentlichen Stüvenmühle und dem Gut Stüvenmühle, in dessen Garten sich das Großsteingrab 975 befindet, sind in einem alten Plan von 1839 noch vier weitere Steingräber eingetragen. Sie müssen im Wald östlich der K 245 gelegen haben. Ihre Steine sind heute vollständig verschwunden, aber man kann z.T. noch die Hügel mit den Vertiefungen sehen, in denen sich die Gräber befunden haben.
siehe Großsteingräber bei Visbek
In dieser Gegend findet man viele, riesige Findlinge an Wegkreuzungen etc., die ggf. von diesen Gräbern herrühren können.

1.23a Etwas weiter westlich lag dort, wo jetzt ein Feldweg verläuft, das Großsteingrab "am Gerkenkamp". Es ist vollständig zerstört. Position: 52° 51,034' N, 8° 15,268' O. Siehe Großsteingräber bei Visbek

1.23b In einer Flurkarte von 1836 werden noch die Kooksteine erwähnt. Dieses Großsteingrab, das in Halter nördlich von Meyerhöfen gelegen haben muss, wurde vermutlich bereits sehr früh zerstört bzw. "versenkt". Um 1970 wurden die vergrabenen Steine von einem Landwirt aus dem Boden entfernt und der Acker tiefgepflügt. D.h. es dürften keine Reste mehr vorhanden sein. Position: 52° 50,223' N, 8° 15,523' O. Siehe Großsteingräber bei Visbek

bei Wildeshausen
1.24 nahe der B 213 sollen beiderseits der Bargloyer Brookbäke einmal 2 Großsteingräber gelegen haben.

bei Visbek
1.25
Am nordwestlichen Ortsrand von Visbek wurde 1989 beim Pflügen das bislang unbekannte Großsteingrab „Stippers Höhe“ freigelegt, dem allerdings die meisten Findlinge fehlten. Die verbliebenen zeigten deutliche Spuren von Sprengungen. Im Mai und Juni 1989 wurde daher eine Notgrabung durchgeführt. Demnach war das Grab etwa 12 m lang und 4 m breit gewesen. Die restlichen großen Steine trugen z. T. noch Spuren von Sprenglöchern bzw. von Feuereinwirkung, um die Steinblöcke zu zerkleinern. Ein Teil der Kammerpflasterung konnte noch festgestellt  und Scherben der Trichterbecherkultur, Feuersteinpfeilspitzen und ein Steinbeil.geborgen werden. Das Grab wurde danach eingeebnet bzw. entfernt.

1.26 Im Juni 1991 wurde im Neubaugebiet Uhlenkamp am nördlichen Ortsrand von Visbek Findlinge, 2 – 3 m² Kammerpflaster, Steingeräte und Scherben freigelegt, die einem zerstörten und versenkten neolithischen Großsteingrab „Pastors Kamp“ zugeordnet wurden. Zwei große Findlinge kamen bei Baggerarbeiten zutage. Durch Kanalisationsarbeiten waren bereits drei weitere Findlinge der nördlichen Kammer ausgebaggert worden. Im Mai und Juni 1991 wurde das Grab untersucht, wobei noch sechs versenkte Findlinge gefunden wurden. Diese waren bis zu 1,8 m tief versenkt. Zwischen den Findlingen wurde in ca. 0,40 m Tiefe auf ca. 2-3 qm ein noch weitgehend ungestörter, mit Steinen gepflasterter Grabboden aufgedeckt werden. Dabei wurde ein ganz erhaltenes Gefäß geborgen.

Originalsteine aus beiden Gräbern bilden heute eine Steingruppe mit Erinnerungstafel vor dem Visbeker Rathaus (Foto oben rechts). Der kleine Stein vorn in der Mitte zeigt deutliche Meißelspuren. Die Messingplatte trägt die vortreffliche Inschrift: "Wir sind vor Millionen Jahren in Skandinavien entstanden. Das Eis brachte uns vor 200.000 Jahren hierher. Vor 5.000 Jahren wurden wir in Visbek zu Megalithgräbern der Trichterbecherkultur verbaut. In vorigen Jahrhunderten hat man uns gesprengt und versenkt. Im Jahre 1991 grub man uns auf dem Uhlenkamp aus, und nun liegen wir hier seit 1996 als Zeugen einer bewegten Vergangenheit.

1.27 1878 wird noch ein zerstörtes Steindenkmal bei der Hubertusmühle erwähnt. Das Megalithgrab muss unmittelbar bei der Mühle gelegen haben.

zu Emstek
1.28 Südlich des Urwaldes Baumweg zwischen Ahlhorn und Cloppenburg lag das ca. 20 m lange Gangrab "Im Stockenbusch" in einem ca. 40 x 15 m großen Hügel. Bis auf einen wurden alle Steine entfernt --> siehe Großsteingräber bei Ahlhorn

1.29 Nordöstlich von Drantum, Gemeinde Emsteck, lag am sog. Hexenberg ein gleichnamiges Großsteingrab, um das sich zahlreiche Sagen rankten. Das damals bereits zerstörte Grab war 1906 untersucht worden. Die Steinkammer soll in einem 22 x 14 m großen Hügel gelegen haben.


2. südlich von Wildeshausen:

2.1 in Kleinenkneten
im Ort Kleinenkneten soll es einmal ein Großsteingrab gegeben haben.

2.2 östlich von Kleinenkneten
Östlich des Ortskerns von Kleinenkneten, etwa auf halben Weg zur Kreuzung Lohmühle, sollen nördlich der Straße einmal zwei Hügelgräber gelegen haben. Dort ist jetzt eine Weihnachtsbaumschonung. (oo in Karte rechts)

2.3 westlich von Kleinenkneten
Südlich der Bäke, genau mittig zwischen Rechterfeld und Kleinenkneten sollen ebenfalls zwei Hügelgräber am Feldrand gelegen haben. Von ihnen ist nichts mehr zu erkennen. (oo in Karte rechts)


3. nördlich von Wildeshausen:

Bei Dötlingen

3.1 Im legendären "Spockhoff" werden noch die Reste des Großsteingrabes 456 (Badberger Sand) erwähnt, das mitten im Feld östlich der Straße Im Fuhrenkamp an Dötlingens Südrand lag. 1929 gab es dort noch einen zum Teil erhaltenen Hügel mit kurzer Steinkammer mit zwei Decksteinen, deren Träger noch in der Erde steckten. Sprockhoff hielt eine Rekonstruktion für nicht lohnend. Nach Auskunft von Anwohnern wurden die restlichen Steine des Grabes Mitte der 1960er Jahre entfernt. Heute ist dort nur noch flacher Acker zu sehen (Foto links). Position: 52° 55,934' N, 8° 23,576' O. siehe Großsteingräber bei Dötlingen

3.2 Sprockhoff erwähnt noch eine weiteres Ruine eines Großsteingrabes. Der "Steenbarg" bestand 1929 nur noch aus 2 Steinen und soll am Ortsrand von Dötlingen gelegen haben. Position: 52° 56,337' N, 8° 23,030' O. siehe Großsteingräber bei Dötlingen


Aber auch die Großsteingräber, die heute noch vorhanden sind, sind alle irgendwie geschädigt. Bei nahezu allen fehlen kleinere Einfasssteine, Trag- oder sogar einzelne Decksteine. Wo diese zu groß zum Abtransport waren, versuchte man sie zu sprengen (siehe spezielle Seite über Sprengversuche).


Ich danke übrigens Yvonne Arentzen aus den Niederlanden, Klaus Bommhardt aus Kassel und Martin Lehnert für wertvolle Hinweise, die mir bei den Nachforschungen geholfen haben.
Copyright: B. Rothmann V 2, zuletzt geändert am  26.2.10