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57. Großsteingrab
Wahnbeck, "Alte Kapelle", bei Ipwege südlich von Rastede (-), Sprockhoff-Nr. 924
 
Von diesem Großsteingrab
sind nur noch wenige Steine erhalten, die in einer umzäunten
Grube mitten in einem Feld liegen. Man kann nur mit viel gutem Willen
erkennen, dass es sich einmal um ein Großsteingrab gehandelt
hat. Ein Besuch lohnt wirklich nicht.
Ein Deckstein wurde für das Denkmal "der alte Peter"
bei der St. Ulrichs-Kirche in Rastede verwendet.
Ich habe 10 Steine gezählt, D. Zoller erwähnt in einem
Bericht von 1992 noch 14 Steine. 1988 hatte die Biologische Schutzgemeinschaft
Hunte gemeldet, dass 2 Steine gestohlen worden seien.1979 berichtete Zoller, dass 7 Steine zu sehen seien.
Im Vergleich zu der Skizze im Sprockhoff-Atlas, die wohl auf einer
Bestandsaufnahme durch Laux in 1969 beruht, habe ich die links grün
gezeichneten, zusätzlichen Steine gefunden. Ein Sprockhoff-Stein
war nach Nordwesten verschoben, einen Stein konnte ich nicht lokalisieren.
Ein Stein weist ein Bohrloch für eine geplante Sprengung auf.
In einem Brief des Lehrers Baars von 1835 erwähnt dieser noch "die Steingräber", die jedoch schon damals zerstört waren. Es muss hier also nicht nur die alte Kapelle gegeben haben.
Man findet das Grab,
wenn man das Dorf Wahnbek auf einem Feldweg nach Südwesen verlässt.
Das Grab liegt ca. 100m nördlich dieses Weges in einem Feld.
Die Umzäunung ist gut zu erkennen, und es führt keinerlei
Pfad zum Grab. Position: Garmin: N 53° 12,161’, E 8° 16,056’; Google Earth: 53° 12’ 9,61” N, 8° 16’ 3,41” O
Der Weg zum
Grab mit Google-Maps
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188. Großsteingrab von Tannenhausen, nördlich von Aurich (+),
Sprockhoff-Nr. 817 Das Großsteingrab von Tannenhausen ist das einzige seiner Art in Ostfriesland. Bis 1962 war nur ein Grab bekannt, das bereits stark zerstört war. Das Gelände war durch Ackerbau stark beeinträchtigt und eingeebnet. Archäologische Grabungen Anfang der 60er Jahre haben ergeben, dass
es sich bei diesem Großsteingrab tatsächlich um zwei
Megalithanlagen handelt, die in einer Flucht direkt nebeneinander
liegen. Die beiden Gräber waren von je einem runden Hügel bedeckt, so dass sich eine acht-förmige Struktur ergab.
Von dem westlichen Grab sind noch ein Trag- und zwei große
Decksteine erhalten, die im Volksmund "Botter, Brood und Käs" heißen. Im westlichsten Stein finden sich eine mittige Vertiefung durch Meißelbearbeitung (kl. Foto unten) und drei eingeritzte, neuzeitliche Initialen.
Vom östlichen Grab waren keine Steine mehr erhalten, es wurde nach der Grabung in Form des ehemaligen,
die Steinkonstruktion vollständig bedeckenden Hügels (in Skizze unten gelb) rekonstruiert.
Vom östlichen Grab wurden vor langer Zeit bereits alle Steine
weggeschafft. An der Südseite des Hügels hat man einen
hölzernen Eingangsbereich aufgebaut, denn Tannenhausen ist
einer der ganz wenigen Orte in Deutschland, wo man eindeutig nachweisen
konnte, dass bei der Konstruktion der Megalithgräber Holzkonstruktionen
errichtet worden sind, z.B. für den Gangbereich zum östlichen Grab und für die Kammer des westlichen Garbes.
Die Pfostengruben (grüne Punkte in Skizze unten) waren bei der Grabung ganz deutlich zu identifizieren, ebenso wie die Standspuren der gestohlenen Tragsteine (hellgrau).
Die Grabungen in Tannenhausen erfolgten 1962/63 und 1965. Demzufolge war die westliche Kammer, die nur teilweise ergraben wurde, vermutlich 11-12 m lang. In der Mitte war sie innen 2,80, am Ostende 2,20 m breit. Die beiden erhaltenen Decksteine sind 3,20 bzw. 3,60 m lang. Die Ostkammer war 11 m lang und in der Osthälfte 2,20 m und im Westteil 2,80 - 3,20 m breit. Eine Besonderheit war, dass sie am Ostende zwei statt einen Abschlusstein besaß. Eine weitere, herausragende Besonderheit war der 6 m lange Zugang, der nicht durch Findlinge, sondern durch eine Holzkonstruktion aus 12 Pfosten abgestützt war.
Skizze nach I. Gabriel
Man findet das Grab, wenn man von
Aurich auf der L 7 nach Tannenhausen fährt. In Tannenhausen biegt man nach links in den Stürenburgweg ab, dann in die STtaße Am Hünengrab und in den Möhlenkamp.
Der Weg zum Grab gut ausgeschildert. Position: Garmin:
N 53° 30,886’, E 7° 28,227’; Google Earth: 53° 30’ 53,22” N, 7° 28’ 13,86’ O
Der Weg zum
Grab mit Google-Maps
Es gibt alte historische Berichte, die es als sicher erscheinen lassen, dass sich in Utarp (nördl. v. Tannenhausen) ebenfalls ein Megalithgrab befand, dessen letzter Stein 1878 im Boden versenkt wurde.
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189. Steinkiste Stapelstein, an der L 436 zwischen Friedeburg und Etzel (-)
Etwa auf halber Strecke zwischen Friedburg und Etzel liegt nördlich der Landesstraße 436 ein baumbestandener Sandhügel, auf dem sich der Stapelstein befindet. Es handelt sich hierbei nicht um ein neolithisches Großsteingrab, sondern möglicherweise um eine bronzezeitliche Steinkiste, die zur Bestattung einer Einzelperson gedient hat.
Offensichtlich hat der Stapelstein heute nicht mehr seine ursprüngliche Form. 1824 wird er ganz anders mit zwei Decksteinen beschrieben, 1877 wurde dort gegraben, ohne "Alterthümer" zu finden. Vermutlich wurde das Grab 1877 in seiner heutigen Form zusammengestellt, wobei vielleicht der zweite Deckstein als Träger verbaut wurde.
Position: Garmin: N 53° 27,270’, E 7° 52,344’;
Google Earth: 53° 27’ 17,34” N, 7° 52’ 24,00” O
Der Weg zum
Grab mit Google-Maps
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